MIMESIS Munich Doctoral Program for Literature and the Arts
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Die Kraft der Figuren

Die Kraft der Figuren. Darstellungsformen der Imagination bei Shaftesbury, Condillac und Diderot.

Manuel Mühlbacher, Die Kraft der Figuren. Darstellungsformen der Imagination bei Shaftesbury, Condillac und Diderot, München: Wilhelm Fink 2019 (= Periplous. Münchner Studien zur Literaturwissenschaft).


Mühlbacher perferktDie Imagination ist eine omnipräsente Kraft, die im Prozess des Schreibens und Lesens wirkt. Genau deshalb kann sie niemals Gegenstand einer reinen Theorie sein. Jeder Text über die Imagination setzt diese bereits ins Werk und ist daher performativ.

Manuel Mühlbacher nimmt diese Beobachtung als Ausgangspunkt, um die Geschichte der Imagination zwischen Rationalismus und Romantik neu zu erzählen. Im 18. Jahrhundert prägt sich ein Bewusstsein dafür aus, dass die Kraft der Imagination letztlich unentrinnbar ist – dass man ihr immer schon unterliegt, während man über sie reflektiert. Bei Shaftesbury, Condillac und Diderot, die im Zentrum der Untersuchung stehen, wird diese Einsicht programmatisch: Ihre Schreibverfahren führen vor, dass es keinen rationalen Standpunkt außerhalb der Imagination geben kann. Nimmt man die Dimension der imaginativen Kraft ernst, so gilt das Augenmerk der Lektüre nicht mehr begriffsgeschichtlichen Entwicklungen, sondern den rhetorischen und literarischen Darstellungsformen, in denen sich die Imagination manifestiert.


Das Buch wird gedruckt mit Unterstützung des Förderungsfonds Wissenschaft der VG WORT.

Die Finanzierung der Bildrechte wird unterstützt durch das Elitenetzwerk Bayern im Rahmen des Internationalen Doktorandenkollegs MIMESIS (LMU München).